Bad Ragaz, 8. bis 15. Februar 2019
Artist in Residence: Nuron Mukumi, Klavier


08.02.2019

Ein Neuanfang mit gewohnter Qualität

Presse-Mitteilung VP Bank Classic Festival Bad Ragaz 2019

Ein Neuanfang mit gewohnter Qualität

Zum 9. Mal: Auftaktkonzert mit Ensemble Esperanza im Grand Resort Bad Ragaz

 

Veränderungen in einem längst angesehenen und erfolgreichen Festival für klassische Musik mit jungen Künstlern? Nein, am Festival im Grand Resort Bad Ragaz wird sich erst einmal nichts ändern – ausser dem Namen. Und das ist eine natürliche Entwicklung. Denn schon seit Jahren hat sich die VP Bank für das „Festival Next Generation“ eingesetzt, das seit 2010 jährlich erfolgreich im Grand Resort Bad Ragaz stattfindet. Nun haben sich der Verein Festival Next Generation und die VP Bank darauf geeinigt, dass der Name des Festivals die Bindung an den Sponsor auch nach aussen besser dokumentiert wird. Deshalb verändert sich nichts an der Qualität und der Struktur des Festivals, das 2019 nun bereits im neunten Jahr stattfindet und ab sofort unter dem Namen „VP Bank Classic Festival“ die Aktivitäten von jungen Stars, die sich auf dem Absprung auf die Weltbühnen befinden, bekannt macht. Und genau diese Stabilität der Qualität, die die VP Bank als Sponsor am Festival begeistert, war auch beim Auftaktkonzert der neunten Spielzeit am Freitag, den 8. Februar, im Bernhard-Simon-Saal des Grand Resort Bad Ragaz zu spüren.

Wie üblich stand das Ensemble Esperanza als Vorzeige-Förderprojekt auf der Bühne. Denn dieses Ensemble hat sich quasi aus dem Festival in Kooperation mit der Internationalen Musikakademie Liechtenstein 2015 gegründet. Mittlerweile hat es erfolgreich Konzerte in vielen Ländern gegeben und erhielt erst 2018 einen „Opus Klassik“ für die Förderung junger Musiker auf Spitzenniveau.

Und dass dieses Ensemble in jeder Hinsicht seine eigenen Wege im Bereich der Repertoirewahl geht, erkannte man auch an diesem Abend, der bewies, dass dieses Festival nicht nur junge Talente der klassischen Musik fördert, sondern auch gerne einmal abseits der eingetretenen Repertoirepfade wandelt – ganz zum Gefallen des Publikums, das gerne Neues kennenlernt.

Zwar erklang am Anfang des Eröffnungskonzerts mit Mozarts bekanntem d-Moll-Klavierkonzert Nr. 20 KV 466noch ein weitestgehend gewohntes Werk, das von dem diesjährigen Artist in Residence 2019, dem jungen usbekischen Pianisten Nuron Mukumi gemeinsam mit dem Ensemble Esperanza interpretiert wurde. Aber der diesjährige „Artist in Residence“ des Festivals spielte mit so viel Eleganz und kammermusikalischen Gespür für die wunderbar-schmeichelnden Melodien Mozarts, die immer auch etwas Opernhaftes ausdrücken, dass selbst Kenner dieses Konzerts erstaunt über das Können des Solisten waren. Das war Klassik auf höchstem Niveau.

Doch danach ging es in wirklich ungewohnte und dennoch spannungsgeladene musikalische Gefilde. Daniel Schnyder (* 1961) ist ein Schweizer Saxofonist, der im Jazz wie in der Klassik gleichermassen Zuhause ist. Als Jazzmusiker ist er es ohnehin gewohnt, Werke für eine bestimmte Besetzung zu bearbeiten. Daraus erwuchs ein umfangreiches eigenes kompositorisches Schaffen von Schnyder, das das Zeitgenössische in klassischen Besetzungen immer mit dem Traditionellen in neuer Art verbindet. Sein Werk „Mozart in China“ für Violine und Streichorchester schrieb er 2005. Und der junge Geiger Jeff Yunzhe Wu aus China (* 1998), selbst Mitglied im Ensemble Esperanza, interpretierte dieses Werk als Solist mit „seinem“ Ensemble hinter sich derartig spannungsgeladen, dass den Zuhörern in den drei Sätzen der Atem stockte. Vor allem in den tänzerisch-jazzigen Ecksätze legte sich Wu derartig in die dramatischen Ausführungen hinein wie ein echter Jazz-Spieler: emotional und swingend im besten Sinne. Dabei waren die technischen Anforderungen durchaus hoch – doch Wu wusste sich so behände durch den Dschungel an Ausdruckwelten durchzuschlängeln, als hätte er sein junges Leben nichts anderes getan, als sich mit dem Jazz und seinen Arrangements zu beschäftigen.

Danach kam das Ensemble Esperanza dann mit zwei Bearbeitungen berühmter Rock-Hits von Daniel Schnyder: Einmal Jimi Hendrix’ „Purple Haze“, zum anderen Variationen über „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones von dem berühmten Album „Beggars Banquet“ von 1968. Und man spürte geradezu wie das Publikum die Hits ihrer Jugend wiedererkannte. Es war genau die richtige Musik für ein junges Ensemble wie die Esperanzas, auch wenn diese längst noch nicht geboren waren, als diese Musik geschrieben und veröffentlicht wurde. Und sie klingt immer noch ebenso aggressiv und revolutionär wie seinerzeit. Das war ein grosser Eröffnungsabend, der bewies, dass sich an der Qualität des VP Bank Classic Festivals trotz neuem Namen nichts geändert hat.

Und wer Lust bekam, mehr von Daniel Schnyders Werken in der grandiosen Interpretation des Ensemble Esperanza – neben Werken von George Gershwin, Samuel Barber und anderen Komponisten zu hören: Soeben ist die neueste CD unter dem Titel „Western Moods“ erschienen …

 

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten!

Weitere Informationen unter:

Festivalverein NEXT GENERATION

c/o Wälti Treuhand und Revision AG

Taminastrasse 4

CH-7310 Bad Ragaz

info@vpbankclassicfestival.com 

Tel.: +41 (0) 78 231 11 22

 

© Andreas Domjanic

Ein Neuanfang mit gewohnter Qualität

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